etwas sehr viel Showdown, ansonsten eine wirklich gute Slowburn Romantasy
Drachenzähmen könnte so leicht sein ... wenn da nicht James Murphy wäredenkt sich nicht nur einmal Farren, die Protagonistin aus When Dealing with Dragons.Mit Drachengold, dem ersten Band einer unterhaltsamen Romantasy mit Action, Humor und einer Riesenportion Chemie zwischen den Protagonisten, entführt uns Dragonfly auch tatsächlich in eine Jugendfantasy, die all das beinhaltet, was hier steht.Ich mag es, dass Farren und ihr Hass-Lover James die Welt, in der sie leben, nicht nur überdenken, sondern sogar verändern wollen. Also genau der Input, den ich mir von Jugendbüchern so wünsche.Ich persönlich mag allerdings nicht, wie selbstaufopfernd/nicht Hilfe annehmend die Prota agiert und verstehe weder warum das so ist, noch manche ihrer Handlungen, was aber auch ein bisschen ihrer Charakterentwicklung geschuldet ist und daher nur bedingt als Minuspunkt von mir bewertet wird.Bis zum Showdown habe ich nämlich die Geschichte sehr, wirklich sehr geliebt. Sie ist in einem tollen Schreibstil verfasst und lässt für die hoffentlich noch weiteren Bände definitiv Luft nach oben. Und ja, mir war es absolut klar, dass da noch ein bis zwei Übel kommen, die eindeutig für eine Gefühlsachterbahn sorgen, denn die verbauten Thematiken schreien ja förmlich danach. Außerdem gibt es schließlich auch Figuren, bei denen klar ist, dass sie nichts Gutes im Schilde führen.Aber wie das in einer gut erzählten Geschichte nunmal so ist, triumphiert hier gottseidank Menschlichkeit und Liebe dann doch über fehlgeleitete Macht und Gleichgültigkeit gegenüber Tieren.An sich also eine tolle Sache, jedoch wird mir persönlich hier die Grausamkeit im Showdown zu sehr und leider auch zu langatmig zelebriert, während andere Dinge einfach so kurz abgefrühstückt werden, die es aber aus meiner Sicht mehr verdient hätten, ausführlicher erzählt zu werden.Das ist tatsächlich auch der Grund, warum es für mich von einem Lesehighlight zu "nur¿ 4 Sterne abgerutscht ist und ich aber dennoch hoffe, dass es auch zum nächsten Band eine Übersetzung geben wird, damit ich natürlich erfahren kann, ob die Chemie schlussendlich zwischen Farren und James dann explodiert oder doch etwas wunderbar neues erschafft.Von mir gibts daher eine Leseempfehlung für die Drachenfantasy mit dem Hinweis, dass es nicht wirklich abgeschlossen ist und somit noch einiges offen im Raum steht. Wer das jedoch nicht mag, der sollte lieber warten, bis der nächste Band veröffentlicht ist. Lesenswert ist die Slowburn-Geschichte allein schon wegen ihrer Konversationen definitiv.