Es ist Sommer auf Perigo Island, Neufundland, der zwölfjährige Pierce sowie seine Freunde Bennie und Thomas verbringen ihre Sommerferien damit, den Fischern zu helfen, um Geld zu verdienen und das Boot von Pierce reparieren zu können. Dann wird Anna vermisst, ein Mädchen, das Pierce zu seinen Freunden zählt. Schnell hat er einen Verdächtigen gefunden, ein mysteriöser Festländer ist es, der sich seltsam benimmt. Die Jungs fassen einen Plan, der gründlich schief geht.
-
»Wir hatten einen einfachen Plan: erst die Highschool abschließen und dann fischen gehen. Wir bräuchten die Insel nicht zu verlassen, um Arbeit zu finden. Wir würden unseren Weg gehen. Wie mein Vater und sein Vater vor ihm und all die anderen aus unserer Familie.« (Seite 31)
-
Ich habe den Sommer auf Perigo Island verbracht, habe Mitgefühl verspürt mit Pierce, mir Sorgen gemacht um Anna, durfte dem Beginn einer ersten Liebe beiwohnen und lernte einiges über die Fischerei und Meereskunde nebenher. Ich spürte die Sorgen der Fischer, verstand den Kummer der Bewohner und machte Bekanntschaft mit einem Eisberg, der an der Insel vorbei trieb. Ich suchte, verdächtigte, habe gebangt, gehofft und den Sommer genossen, als die Sonne brannte und das Meer sang ein schönes Lied. Ich habe den Sommer auf Perigo Island verbracht und es war wunderschön.
-
Der Debütroman von Perry Chafe bescherte mir viele schöne Lesestunden, wieder einmal hat der mare Verlag bewiesen, dass er ein gutes Händchen hat, was qualitativ hochwertige Literatur angeht. Ich werde Pierce und seine Freunde vermissen, in meinem Herzen lasse ich sie aber für immer drin. Lesenswert!