Wisst ihr, was für uns inzwischen genauso fest zur Vorweihnachtszeit gehört wie Plätzchen, Lichterketten und der Besuch auf dem Weihnachtsmarkt? Eine neue Geschichte mit Rentier Flinni von Autorin Smilla Blau! Zu unserem Glück ist nun der dritte Band Es singt ein Rentier im Advent erschienen.
Bis Weihnachten ist es nicht mehr lange hin, doch ausgerechnet jetzt muss Friedas und Antons Mama beruflich für mehrere Wochen nach Amerika reisen. Zum Glück hat sie vorgesorgt. Sie hat den Weihnachtsmann gebeten, Rentier Flinni in diesem Jahr etwas früher vorbeizuschicken, damit er Papa und die Kinder in der Vorweihnachtszeit tatkräftig unterstützen kann. Und damit es nicht zu einem unvorhergesehenen Zusammentreffen kommt, sollen Tante Margarete und Onkel Heinrich sicherheitshalber einen Reisegutschein bekommen. Denn die beiden erlauben keine Haustiere im Haus der Familie Winterwald.
Doch dann kommt natürlich alles ganz anders. Beim Dekorieren verletzt sich Papa am Steißbein, hat starke Schmerzen und kann sich kaum noch bewegen. Tante Margarete und Onkel Heinrich müssen kurzerhand bei den Winterwalds einziehen und helfen. Flinni und Tante Margarete im selben Haus. Wie soll DAS denn bitte gut gehen?
Die Geschichte wird dieses Mal in 24 Kapiteln erzählt und eignet sich damit wunderbar als literarischer Adventskalender. Jeden Tag ein Kapitel gemeinsam lesen und mit Frieda, Anton und Flinni Weihnachten entgegenfiebern.
Wir hatten beim Lesen jedenfalls von der ersten bis zur letzten Seite unglaublich viel Spaß. Wie könnte man dieses Rentier mit seinem herrlichen Sprachfehler auch nicht ins Herz schließen? Flinni bringt zwar jede Menge Chaos, Rentierhaare und Kratzspuren mit sich, aber vor allem ist er ein echter Freund, auf den sich Familie Winterwald verlassen kann.
Und überhaupt: Mit Flinni lassen sich einfach die besten Abenteuer erleben. Ob auf dem Weihnachtsmarkt oder beim Geschenkeverteilen im Altersheim, wo dieses Rentier auftaucht, wird es garantiert nicht langweilig.
Und Tante Margarete und Onkel Heinrich? Nun ja. Es sei nur so viel verraten, vielleicht sind die beiden am Ende doch nicht ganz so, wie sie auf den ersten Blick erscheinen.
Auch die Illustrationen von Susanne Göhlich sind wieder ein Traum. Ihr Zeichenstil passt einfach perfekt zu Flinni und Familie Winterwald und macht die ohnehin schon herrlich turbulente Geschichte noch ein Stück lebendiger.
Fazit: Wir haben gelacht, mitgefiebert, gestaunt, über Margaretes gesundes Essen gelästert und natürlich mitgesungen. Genau so muss sich ein Weihnachtsbuch für uns anfühlen. Warmherzig, lustig, ein bisschen chaotisch und voller Weihnachtszauber.
Oder um es mit Flinnis Worten zu sagen: Daf war einfach fuperduper!