Between Fading Stars ist der dritte Band der London is Lonely-Reihe von Anna Savas und tatsächlich mein absoluter Favorit der gesamten Reihe.Am Anfang war ich ehrlich gesagt erst etwas skeptisch, weil wir mit Hailey einen komplett neuen Charakter bekommen und ich es sehr schade fand, Maddie nach zwei Büchern irgendwie loszulassen. Gleichzeitig war ich aber einfach unglaublich froh, dass Wesley nach allem aus Band 1 und 2 endlich sein eigenes Happy End bekommen sollte.Und oh mein Gott, ich liebe dieses Buch.Hailey steht unter einem Pseudonym bei Prince Publishing mit ihrem ersten Roman unter Vertrag und Wesley arbeitet nach seinem Auslandsaufenthalt auf Adams Bitte hin wieder im Verlag ¿ diesmal allerdings im Veranstaltungsteam, wo er sich deutlich wohler fühlt als damals als CEO. Dort trifft er ausgerechnet wieder auf Hailey: seine erste große Liebe und die Frau, die ihm vor sieben Jahren das Herz gebrochen hat.Und nachdem eine Kollegin von Wes plötzlich ins Krankenhaus muss, bleibt ausgerechnet ihm nichts anderes übrig, als Hailey auf ihrer Lesereise zu begleiten.Natürlich ist die Stimmung zwischen den beiden am Anfang extrem angespannt.Da ist so viel Ungesagtes zwischen ihnen. So viele Verletzungen. Missverständnisse. Alte Gefühle. Und gleichzeitig merkt man einfach von der ersten gemeinsamen Szene an, dass diese beiden Menschen sich nie wirklich aufgehört haben zu lieben.Gerade diese Lesereise habe ich so geliebt. Dieses gemeinsame Unterwegssein, die Gespräche, die kleinen Momente zwischendurch und vor allem endlich diese klärenden Gespräche, die die beiden eigentlich schon vor sieben Jahren hätten führen müssen. Stück für Stück nähern sie sich wieder an und entscheiden sich irgendwann, ihrer Beziehung nochmal eine Chance zu geben ¿ auch wenn genau das für Hailey neue Probleme mit sich bringt, vor allem ihre Karriere betreffend.Und ich mochte Hailey wirklich unfassbar schnell. Auch wenn Maddie mir nach zwei Büchern unglaublich ans Herz gewachsen war, muss ich ehrlich sagen, dass ich Hailey am Ende sogar noch ein kleines bisschen mehr mochte. Vielleicht weil sie ruhiger ist. Vielleicht weil sie so greifbar wirkt. Vielleicht auch einfach, weil ihre Geschichte mich emotional nochmal mehr getroffen hat. Was mich allerdings teilweise wirklich gestört hat, waren ihre extremen Selbstzweifel. Dieses permanente Gefühl, dass jeder sie hasst oder sie keine gute Autorin wäre, ging mir vor allem gegen Ende teilweise etwas auf die Nerven. Und ich verstehe absolut, warum sie diese Unsicherheiten hat, weil ihre Vergangenheit das sehr nachvollziehbar erklärt. Trotzdem fand ich es schade, dass es diesbezüglich kaum wirkliche Charakterentwicklung gab, obwohl sie selbst mehrfach erwähnt, dass sie bereits eine Therapie gemacht hat. Vor allem die Art, wie sie einer einzigen negativen Rezension mehr Glauben schenkt als den tausenden Menschen, die ihr Buch lieben, fand ich irgendwann schwierig. Sie trifft auf ihrer Lesereise ständig Leserinnen und Leser, die ihr erzählen, wie viel ihnen ihre Geschichte bedeutet und wie sehr sie ihre Charaktere lieben ¿ und trotzdem zerstört diese eine schlechte Meinung sie komplett. Da hätte ich mir ehrlich gesagt gewünscht, dass sie im Laufe des Buches lernt, sich selbst und ihrer Arbeit etwas mehr zu vertrauen.Und ihre Dynamik mit Wesley liebe ich einfach unglaublich, weil man nach allem, was Wesley in den ersten beiden Büchern durchgemacht hat, endlich sieht, wie er irgendwo ankommen darf, weich werden kann und wie viel ehrlicher und offener diese Beziehung wird, sobald die beiden endlich anfangen, wirklich miteinander zu reden.Ähnlich wie schon bei Band 1 konnte ich auch Band 3 irgendwann überhaupt nicht mehr ausschalten. Ich habe jede freie Minute genutzt, um weiterzuhören, weil ich einfach permanent wissen wollte, wie es weitergeht.Und genau das liebe ich so sehr an dieser gesamten Reihe: Diese Bücher schaffen es gleichzeitig cozy, emotional und spannend zu sein. Man hängt komplett in den Beziehungen drin, leidet mit den Figuren mit und fühlt sich trotzdem die ganze Zeit irgendwie wie zuhause in dieser Welt.Außerdem liebe ich weiterhin dieses ganze Verlags- und Buchsetting. Die Liebe zu Büchern, Geschichten, Autoren und dem Schreiben selbst zieht sich einfach durch die komplette Reihe. Gerade hier natürlich auch durch Haileys Lesereise und die Einblicke hinter die Kulissen einer Autorin. Man merkt einfach in jeder Szene, wie sehr diese Bücher Bücher lieben.Und genau deswegen fühlt sich London is Lonely für mich mittlerweile wie eine Liebeserklärung an Geschichten, Bücher und Bookpeople an.