Schatten-Astrologie von Celine Bayer ist ein tolles, persönlich erzähltes Buch, von dem alle an Spiritualität, Psychologie und persönlicher Weiterentwicklung Interessierten profitieren können.
Zuerst stellt sich die Autorin persönlich vor und erzählt ein bisschen etwas von ihrer Lebensgeschichte, so etwas mag ich sehr gerne, weil es den Menschen hinter dem Buch zeigt und ein angenehmes Gefühl von Nähe und Verbunden-Sein herstellt.
Danach geht es um Chiron in der griechischen Mythologie, um die damit verbundenen Prinzipien des Zwischen-den-Welten-Seins, Nicht-Dazugehörens, der Wunde und der damit verbundenen Heilungsfähigkeit.
Den Hauptteil des Buches schließlich nimmt die Beschreibung der verschiedenen astrologischen Chiron-Positionen in den zwölf astrologischen Häusern ein.
Wer sich für Astrologie interessiert und schon über Kenntnisse in diesem Bereich verfügt, kann diese mit dem Buch erweitern. Es geht speziell um die Position des Asteroiden Chiron in den Häusern (und diesen zugeordneten Zeichen) und um die Themen der zwölf Häuser und wie Chiron sich auf diese auswirken kann.
Auch für interessierte Anfänger und Anfängerinnen in diesem Bereich ist das Buch nützlich: es wird genau beschrieben, wie man die eigene Chiron-Position ermitteln kann und davon ausgehend kann man auf jeden Fall für sich persönlich einiges aus der Lektüre mitnehmen. Die Autorin empfiehlt, nicht nur das Kapitel zur eigenen Chiron-Position zu lesen, sondern auch alle anderen. Das habe ich gemacht und kann ich ebenfalls empfehlen, da man damit viel über allgemeine Lebensprinzipien lernen und reflektieren kann und es auch die Perspektive auf die persönlichen Chiron-Themen erweitert.
Aufgebaut sind die jeweiligen Kapitel zu den Häusern folgendermaßen: nach einer kurzen Einführung in die Themen des jeweiligen astrologischen Hauses (z.B. Partnerschaft, Besitz oder Philosophie/Glaube/Reisen) geht es speziell um die Chiron-Wunde in diesem Bereich. Dazu gibt es meist eine oder mehrere anschauliche Geschichten und Fallbeispiele, die oft auch schon aufzeigen, was für spezielle Begabungen damit ebenfalls verbunden sein können. Danach wird der Weg zur Heilung aufgezeigt, dabei gibt es immer auch nützliche Reflexionsfragen für das eigene Tagebuch, Reframingsätze, eine kurze SOS-Übung für schwierige Momente, eine vertiefende Übung und am Ende noch eine Zusammenfassung der besprochenen Themen samt Empfehlungen dafür, andere mit diesen Themen zu begleiten, insbesondere auch Kinder.
Man muss also nicht unbedingt viel über Astrologie wissen oder davon überzeugt sein, um von diesem Buch profitieren zu können. Es lässt sich ebenso gut psychologisch als Archetypen- und Schattenarbeit lesen und auch auf dieser Ebene kann man einiges mitnehmen und dafür sensibilisiert werden, wo man genauer hinschauen könnte und welche Gaben, aber auch Herausforderungen mit bestimmten Themen verbunden sein könnten, aber auch, wie man beginnen könnte, damit zu arbeiten.
Damit kann das Buch einer breiten Leserinnenschaft jener, die an persönlicher Entwicklung, Archetypen- und Schattenarbeit interessiert sind und zumindest keine Berührungsängste mit Astrologie haben, definitiv empfohlen werden.