Unsere Thriller-Seelenverwandte Freida lässt grüssen
Freida McFadden hat es schon wieder geschafft: "Der Lehrer" war für mich ein echter Pageturner, den man nur sehr widerwillig unterbricht. Die kurzen Kapitel, die wechselnden Perspektiven und dieses permanente Gefühl, dass hier irgendetwas ganz gewaltig nicht stimmt, haben mich ziemlich schnell durch die Geschichte gezogen. Im Mittelpunkt stehen das Lehrerehepaar Eve und Nate sowie die Schülerin Addie, die nach einem Skandal im vergangenen Schuljahr ohnehin schon einen ziemlich schlechten Ruf mit sich herumschleppt. Wem man hier glauben kann und wer eigentlich wen täuscht, manipuliert oder völlig falsch einschätzt, wird zunehmend schwieriger zu beurteilen.Natürlich hatte ich beim Lesen meine Vermutungen - manche besser, manche eher Kategorie "war einen Versuch wert". ¿ Aber genau dieses Miträtseln macht Freida McFaddens Romane für mich immer wieder so spannend. Lesende werden bewusst involviert und nicht belehrt oder einfach nur durch die Handlung geführt. Man entdeckt Hinweise, entwickelt eine Theorie, fühlt sich kurz ausgesprochen clever - und ein paar Kapitel später darf man das Ganze möglicherweise noch einmal komplett neu sortieren.Seelenverwandtschaft kann schliesslich etwas Wunderschönes sein. Ausser Freida McFadden schreibt darüber. ¿