Ich bin ein riesengroßer Fan von Andreas Izquierdo und habe fast alle seine Bücher gelesen. Auch "Über die Toten nur Gutes" hat mich damals begeistert - umso größer war die Freude auf ein Wiedersehen mit Mads Madsen.Ich liebe Izquierdos besonderen Humor: hintergründig, subtil und nie geschmacklos. Gerade in einer Geschichte rund um Bestattungen ist das eine Kunst. Gleichzeitig sind seine Bücher spannend und schaffen es, ernste und traurige Themen mit Situationskomik zu verbinden.Der Einstieg in diesen Band fiel mir durch einen persönlichen Trauerfall zunächst nicht leicht. Gleichzeitig war es auf eine seltsame Weise tröstlich, mich ausgerechnet jetzt literarisch in der Welt von Bestattern und Beerdigungen wiederzufinden.Besonders berührt hat mich Tillys Geschichte. Sie muss so viele Verluste verkraften, und man möchte einfach, dass Mads ihr helfen kann. Die Mischung aus ihrer traurigen Geschichte, Mads' Ermittlungen und dem herrlich chaotischen Umfeld mit seinem Vater und Mills hat mir wieder sehr gut gefallen. Fridtjof ist ein echter Schlawiner - charmant, erstaunlich und meist einfach zum Kopfschütteln.Das Buch war spannend, gruselig, lustig und traurig und hat mir wieder große Lesefreude bereitet. Besonders die Grabrede für Tilly hat mich berührt. Ich habe sehr gern mitgerätselt und die Figuren begleitet. Ein kleines Fragezeichen bleibt für mich beim Kartenspiel, dessen Bedeutung mir nicht ganz klar geworden ist.Insgesamt ein rundum gelungenes Wiedersehen mit Mads. Ich würde mich sehr freuen, noch mehr von ihm, Tilly, Mills und den anderen zu lesen!