The Last Page ist ein unglaublich toller Ort, den ich nach dem Lesen gerade am liebsten nicht mehr verlassen möchte.
Worum geht's?Bücherwurm Ella lebt für ihren Job in einem kleinen Buchladen in New York. Als dann jedoch der Besitzer verstirbt und statt Ella dessen Enkel Henry den Laden vererbt bekommt, sieht sie rot - und setzt alles daran, ihre kleine Welt zu verteidigen.Meine MeinungDieses Buch war für mich tatsächlich der Inbegriff von Gemütlichkeit und Bücherliebe, was es mir wirklich leicht gemacht hat, beim Lesen abzuschalten und nur so durch die Seiten zu fliegen. Mein einziger Kritikpunkt betrifft daher tatsächlich die auf mich etwas unsauber wirkende Übersetzung, unter der Logik und Wortfluss leider doch stellenweise etwas gelitten haben und die meiner Meinung nach noch eine Überarbeitung hätte vertragen können.Die Ausgangslage der Geschichte hat mich wirklich interessiert, da Buchhandlungen als Setting und Bücherwürmer als Charaktere für mich einfach immer nach einem tollen Leseerlebnis schreien. Auch hier mochte ich die Begeisterung und die Leidenschaft für Geschichten und den Buchladen selbst, wobei ich zugeben muss, dass mir Ella zu Beginn in ihrer fast schon territorialen Art ein kleines bisschen überzogen vorkam. Den Grundgedanken, vor Enttäuschung und Angst um ihre geliebte und vertraute Umgebung auf jede Form von Angriff, in diesem Fall das Auftauchen von Henry, mit Verteidigung zu reagieren, konnte ich trotzdem irgendwo nachvollziehen, weshalb sie mir grundsätzlich sympathisch war und mir im Laufe der Geschichte ans Herz gewachsen ist.Auch die Entwicklung der Beziehung zwischen ihr und Henry hat mir wirklich gut gefallen, da man die schrittweise Annäherung der beiden unglaublich gut mitverfolgen kann, dabei aber nicht den Eindruck bekommt, dass das Ganze zu hektisch und unauthentisch abläuft. Besonders positiv hat mich das überrascht, weil auch die Nebenfiguren teils sehr präsent waren und ich mich fast schon gewundert habe, wie all das Platz in dieser Geschichte gefunden hat, ohne überladen oder zu stark gekürzt zu wirken.Wären bei der Übersetzung nicht einige seltsame Stellen herausgekommen, wäre dieses Buch daher ziemlich perfekt für mich und mein momentanes Bedürfnis nach Gemütlichkeit und gleichzeitigem Tiefgang in einer Liebesgeschichte gewesen. Auch so hatte ich wirklich viel Freude beim Lesen, die Kirsche auf der Sahnehaube hat so aber eben leider doch gefehlt.FazitAls Bücherwurm hat mich diese Geschichte trotz kleiner Kritikpunkte wirklich abholen können, was mich schon sehr neugierig auf weitere Bücher der Autorin macht. Ella, Henry und die übrigen Figuren habe ich dabei wirklich gerne begleitet, weshalb ich durchaus gerne noch ein wenig länger im The Last Page verweilen möchte.Dafür gibt es viereinhalb Bücherstapel von mir.