Horror eher schwach, teils unglaubwürdig aufgrund der körperlichen Konstitution des Mädchens; Baseball ist ein zentrales Thema.
Ein junges Mädchen gerät bei einem Ausflug in die Wildnis plötzlich in eine ausweglose Situation und muss sich ganz allein durch eine fremde, bedrohliche Umgebung kämpfen. Mit wachsender Erschöpfung und Angst verschwimmen für sie Realität und Einbildung immer mehr. Während sie ums Überleben kämpft, klammert sie sich an ihre inneren Kräfte - und an die Hoffnung, nicht völlig allein zu sein. Stephen King erzählt eine packende, psychologisch dichte Geschichte über Mut, Angst und ... Baseball.Ich lese die Bücher von Stephen King schon seit meinem zehnten Lebensjahr und liebe seine Werke wie "The Stand - Das letzte Gefecht", "Es" und "Der dunkle Turm". In den letzten Jahren habe ich kaum noch etwas von ihm gelesen, doch als mir "Das Mädchen" in die Hände fiel, habe ich direkt mit dem Lesen begonnen."Das Mädchen" ist an sich kein schlechtes Buch, allerdings ist der Horroranteil für meinen Geschmack zu gering. Während Trisha sich durch den Wald kämpft, unzählige Insektenstiche erträgt (dabei wäre ich vermutlich schon längst ausgestiegen, da ich sehr stark darauf reagiere), die Nächte mutterseelenallein verbringt und nach Nahrung suchen muss, wird diese spannende und dramatische Erzählung immer wieder durch Baseballpassagen unterbrochen.Tatsächlich ist der Sport ein wesentlicher Bestandteil der Geschichte, da Trishas fiktiver Beschützer ein Baseballspieler ist und sie diese Vorstellung braucht, um die Tage zu überstehen. Ich persönlich kann jedoch wenig mit dieser Sportart anfangen und bin generell kein großer Sportfan, weshalb mich solche Elemente - vor allem, wenn sie zentral für die Handlung sind - eher stören.Daher würde ich diesen Roman nur Leserinnen und Lesern empfehlen, die sich für das Thema Baseball interessieren und auf die typischen Horrorelemente von Stephen King verzichten können.Am liebsten hätte ich 2,5 Sterne vergeben.