In »Ikigai« beschreibt der Autor Ken Mogi die fünf Säulen, die zu dieser japanischen Lebenskunst dazugehören (1. Klein anfangen, 2. Loslassen lernen, 3. Harmonie und Nachhaltigkeit leben, 4. Die Freude an kleinen Dingen entdecken, 5. Im Hier und Jetzt sein) und bringt viele Beispiele und Erläuterungen aus Japan und von berühmten Japanern, wie die Umsetzung dieses Konzepts aussehen kann.
Dabei unterteilt er seine Gedanken in verschiedene Kapitel, wobei mir die Zuordnung bzw. Abgrenzung der Kapitel nicht immer ganz klar war. Er hat aber immer wieder die Säulen aufgegriffen, sodass zumindest nachvollziehbar war, worauf er sich gerade beziehen möchte. Und ich fand vieles durchaus interessant und lehrreich. Ich hab einige Denkweisen kennengelernt und mich tiefer in die japanische Lebensweise hineingefühlt.
Gleichzeitig hab ich nicht das Gefühl, dass ich dieses Konzept nach der Lektüre jetzt gut auf mein eigenes Leben übertragen kann. Oft war es ein "Japaner stehen früh auf und arbeiten viel, daraus ziehen sie ihr Ikigai", aber wie ich das für mich nutzen kann, blieb für mich etwas zu abstrakt. Es ist also definitiv keine Anleitung, man darf das Buch hier nicht als Handbuch ansehen, sondern nur als Info.
Auch wenn ich Ikigai nach diesem Buch für mein eigenes Leben nicht direkt umsetzen kann, fand ich die Infos spannend.
3,5 Sterne