Ich glaube, es ist der elfte Thriller mit der Krähe und ihrem kongenialen Partner Jan Rosen, der so das komplette Gegenstück zu Mara Billinsky ist. Allen habe ich, als Frankfurter, entgegengefiebert, so auch "Toter Schatten". Ein Thriller, der die Schwer- und Gangkriminalität im Blick hat, aber auch mal sentimentale Töne von der Krähe. Das ist man so bisher nicht gewöhnt. Die Krähe bekommt von Leo Born wohl mehr persönlichen Schliff verpasst! Anders der Partner von Jan Rosen, der mittlerweile aus der Handlung der Krähenthriller nicht mehr wegzudenken ist. Sorgen muss man sich nur um den alten Kämpen Klimmt, der wohl so langsam sich aus der Serie verabschieden wird, ist er doch nur noch ein Schatten seines früheren Selbst. Der Plot besteht aus mehreren Handlungssträngen, welche das kriminelle Milieu von Frankfurt genauso beinhalten, auch auf brutale weise, wie auch die Vergangenheit. Gewohnt lässig, bissig und dickschädlig geht Mara die Sache an, eben wie die Krähe seit dem ersten Fall so ermittelt. Ob sie sich diesmal verrennt, müsst ihr selbst lesen. Einzig das schlechte Wetter schlug mir manches Mal aufs Gemüt, wo man doch in diesem Jahr im Sommer einen echten Glutofen Frankfurt kennengelernt hatte. Gut die Handlung spielt im Frühjahr, aber ab und zu kann auch mal die Sonne in dieser Jahreszeit scheinen. Ein sehr guter Thriller, immer wieder spannend, wenn man vor seinem inneren Auge die Tatorte sich vor "Augen führen kann", weil man die Gegend kennt. Macht den Thriller nur noch besser!